NZZ-Artikel «Die letzten Dinge»

Was ist eigentlich ein «letzter Wunsch»?
Noch einmal ans Meer fahren? Einen Menschen sehen? Nach Hause zurückkehren? Sich versöhnen? Oder einfach in Ruhe gelassen werden?

Der NZZ-Artikel «Die letzten Dinge» vom 8. August 2026 zeigt eindrücklich, wie unterschiedlich die Bedürfnisse von Menschen am Lebensende sein können.
Genau diese Vielschichtigkeit halten wir für besonders wertvoll.

Der Artikel beleuchtet das Thema deshalb aus sehr unterschiedlichen Perspektiven: aus Sicht von Sterbenden und Angehörigen, der Palliativmedizin, der Medizinethik, der Seelsorge, der Sterbebegleitung, der Bestattung – und auch aus der Erfahrung bei der Schweizer Vereinigung wunschambulanz.ch

Letzte Wünsche sind oft keine grossen Träume. Es geht um Beziehungen, Erinnerungen, Selbstbestimmung, unerledigte Dinge, Würde – manchmal um ganz kleine Dinge des Alltags.

Und immer wieder stellt sich eine entscheidende Frage:
Wessen Wunsch ist es eigentlich?

Derjenige des sterbenden Menschen? Oder vielleicht der verständliche Wunsch der Angehörigen, noch etwas tun zu können?

Gut gemeinte Fürsorge darf am Lebensende nicht zu einer neuen Erwartung werden. Niemand muss noch reisen, sich versöhnen oder einen «perfekten letzten Moment» erleben.

Es gibt kein Schema für ein gutes Sterben.

Wir empfehlen die Lektüre dieses Artikels deshalb sehr. Er sensibilisiert für Fragen, die plötzlich wichtig werden können, wenn wir beruflich oder privat mit dem unmittelbaren Lebensende eines Menschen in Berührung kommen:
zuhören, nicht drängen, das Kleine ernst nehmen und respektieren, was diesem Menschen jetzt wirklich wichtig ist.

Kontakt

Flavio Gnos

Projektleiter